Visual Computing

 

Visual Computing integriert eine Reihe methodisch nahestehender und sehr aktiver Forschungsfelder, in denen Algorithmen für die Generierung, Verarbeitung und Anzeige von visuellen und visualisierbaren Informationen konzipiert, implementiert und analysiert werden. Das Forschungsspektrum in Visual Computing reicht von Computergrafik, Computer Vision und Visualisierung bis hin zu Geometrieverarbeitung, Echtzeit-Simulation und Virtual oder Augmented Reality.
Folglich sind die praktischen Anwendungsfelder für Visual Computing-Techniken sehr vielfältig und umfassen Ingenieurwissenschaften (Simulation, CAD/CAM, Rapid Prototyping), Architektur, Medizin (insbesondere medizinische Bildgebung), Filmproduktion, Gaming, mobile Robotik, autonome Fahrzeuge, kulturelles Erbe und vieles mehr.
Die stark zunehmende Bedeutung von Visual Computing ist das Ergebnis mehrerer Trends. Erstens wächst die Datenmenge, die erzeugt, gespeichert und in weltweiten Netzwerken zur Verfügung gestellt wird, exponentiell. Ein Großteil dieser Daten ist bereits visuell (Bilder, Filme), während andere Daten, wie 3D-Geometrie, experimentelle Messungen oder Simulationsergebnisse visualisiert werden müssen, um einen besseren Einblick in ihre Form und Struktur zu erhalten.
Ein weiterer Trend ist, dass heutzutage immer mehr numerische Simulationen durchgeführt werden, mit dem Ziel, neue Produkte mit vordefinierten Eigenschaften und Qualitäten zu entwickeln sowie Entwicklungen und Zusammenhänge in komplexen Systemen vorherzusagen.
Folglich werden Simulationswissenschaften und Visual Computing fest miteinander verbunden, in einer Weise, dass einerseits etwa die Modellgenerierung flexibel an Berechnungen angepasst wird, während andererseits die Simulationsläufe interaktiv innerhalb von Visualisierungs-Frameworks ("Interactive Supercomputing") gesteuert werden. Ein dritter Trend ist der Übergang von (Multimedia-) Anwendungen auf klassischen Desktop Systemen hin zu mobilen Geräten. Hier sind der Formfaktor der Geräte, aber auch die typischen Nutzungsszenarien und Nutzungskontexte, die grafische Benutzerschnittstellen bilden, eine zwingendes Features.

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